Neue Burda-Studie: Die Deutschen und soziale Netzwerke

Im Auftrag von Hubert Burda Media haben TÜV und das Meinungsforschungsinstitut Statista die Unterschiede bei Nutzung, Pflege und Bewertung der Profile auf wichtigsten sozialen Netzwerken Facebook, Google+, LinkedIn und Xing untersucht. Die Ergebnisse wurden Ende Oktober veröffentlicht.

Durchschnittlich sind die befragten Nutzer auf Facebook und Xing am längtsten dabei (seit März 2010), gefolgt von LinkedIn (April 2011) und Google (August 2011). Obwohl Facebook-Nutzer ihre Profile im Vergleich intensiv und häufig pflegen, haben die Xing-Nutzer überraschenderweise durchschnittlich etwas mehr Kontakte.

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Hängt es vielleicht damit zusammen, dass Facebook wegen wiederholten Datenschutz-Kontroversen als “unseriös” wahrgenommen wird? Oder liegt es einfach daran, dass die meisten Facebook privat nutzen und dadurch etwas vorsichtiger bei der Auswahl der Facebook-Freunde sind?

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Für den privaten Gebrauch bleibt Facebook dennoch unverzichtbar. Was die berufliche Kontaktpflege betrifft, ist dagegen Xing der Marktführer.

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Als Recruiting-Tool wird Xing von Personalern bevorzugt. Hier finden sie die besten Kandidaten und die aussagekräftigsten Profile.

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Xing punktet außerdem gegenüber den US-amerikanischen Social Media Giganten in Hinsicht auf die Datensicherheit. Laut TÜV lieferte das heimische Pendant zu LinkedIn eindeutige und nachvollziehbare Regelungen für seine Nutzer und eine klare Datenschutz-Zuständigkeit. LinkedIn habe dagegen eine dubiöse Vorgehensweise in puncto Datenfreigabe : die Nutzer werden dazu aufgefordert, das eigene E-Mail-Postfach und Adressbuch nach Kontakten durchsuchen zu lassen, ohne ihnen wirklich klar zu machen, dass sie im Begriff sind, eine Erlaubnis dazu zu erteilen.

Interessant zu wissen ist außerdem, dass die Studie nicht ganz unparteiisch ist. Der Initiator, Hubert Burda Media, ist die Mehrheitseignerin an der Xing AG. Somit ist nicht nur die Positionierung, sondern auch und die Wertigkeit von Profilen in den sozialen Netzwerken von großem Interesse für den Konzern. Deshalb wurde den Befragten folgende Frage gestellt: Wieviel Geld müsste man Ihnen bieten, damit Sie auf Ihr soziales Netzwerk verzichten?

Die Ergebnisse belegen, dass der Facebook-Account den Deutschen am meisten am Herzen liegt:  58 Prozent der Befragten müsste man mindestens 500 Euro bezahlen, damit sie ihr Profil löschen. Xing ist  mit 51 Prozent nah dran. Bei LinkedIn sind es 41 und bei Google+ 38 Prozent.

Die komplette Infografik finden Sie hier.

Jerome Maisch

Marketing Manager @digimindci. Passionate about big data & social marketing. Photography, music and hiking lover

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