Im ersten Teil dieser Serie über Benchmarking auf Social Media, haben wir gesehen inwiefern die Wahl der Indikatoren und Keywords über Konkurrenten für ein Benchmarking auf Social Media wichtig sind. In diesem zweiten Teil werden wir die wichtigsten Elemente der Analyse betonen, damit auch Ihr Benchmarking erfolgreich aubläuft.

5. Analysierte Themen organisieren und Intern teilen

Datensammlung für einen Benchmark ohne vordefinierte Kriterien ist fast nutzlos. Sie sollten Informationen je nach Themen filtern und organisieren. Sehen Sie auf unseren vorherigen Artikel „Wie erstelle ich ein Dashboard für meinen Chef?“ warum dies nötig ist.

A. Themen wählen, die Sie analysieren wollen

Nachdem Sie Daten und Indikatoren gewählt haben (Siehe Ratschlag °2 im ersten TeilsWählen Sie Daten und Indikatoren, um Social Media Daten zu sammeln), sollten Sie verschiedene Analyse-Themen definieren. Achtung: die Namen, Themen, Akteure können sich unterscheiden je nachdem, wo Sie sich gerade bei der Datensammlung befinden. Diese können sich nämlich im Laufe der Zeit verändern, je nachdem was auf Social Media in der Zwischenzeit gepostet wurde.

Beispiele für qualitative Daten im Großhandel: Sie sammeln alle Nachrichten und Informationen, die über Edeka und Rewe im Internet veröffentlicht wurden. Sie werden nun entscheiden, welche Kriterien Sie messen wollen: Kriterien im Zusammenhang mit Produkten (Preise, Angebot usw.), Werbekampagnen (Marketingaufwand, Reaktionen, usw.) oder Kundenservice (Kundenzufriedenheit, Hilfsbereitschaft usw.). Diese Kriterien können Sie für alle gewählten Lebensmittelhändler benutzen, um Sie miteinander zu vergleichen. Natürlich ist dies nur ein Beispiel, dass angepasst werden muss und Sie können mit den Kriterien durchaus kreativ werden.

Kriterien Benchmarking
Kriterien Auswahl für Benchmarking, illustirendes Beispiel von Edeka und Rewe im Vergleich (dieses Beispiel ist fiktiv)

B. Teilen Sie Daten Intern

Die Analyse und Daten haben einen viel höheren Wert, wenn Sie auch mit Internen Mitarbeitern geteilt werden: Dadurch bekommen Sie Feedback von Kollegen und Spezialisten in Ihrem Unternehmen.

Es ist ratsam die Daten und Analysen zu organisieren, bevor Sie diese an Kollegen weiterleiten, damit sie einen verständlichen und leichteren Zugang zu den gesammelten Informationen haben. Dies besprechen wir in unserem Artikel: Wie erstelle ich ein Dashboard für meinen Chef?

Eine Social Media Intelligence Software vereinfacht und automatisiert Prozesse: sie ermöglichen die Erstellung von Dashboards, die Sie für ein dynamisches Benchmarking nutzen können. Der Dashboard ist « dynamisch », da Sie in nur einem Klick, Daten aus den analysierten Graphiken im Detail anschauen können, ob quantitativ oder qualitativ.

dynamisches Benchmarking
Beispiel eines dynamischen Dashboards für Benchmarking

Das Weiterleiten des Dashboards ist eine Etappe ist eine Vorbendingung für den nächsten Ratschlag: denken Sie auch vor Ort.

6. Untersuchen Sie auch vor Ort

Sie sollten sich nicht nur auf gesammelte Informationen im Internet beziehen, da dort nicht unbedingt alles erscheinen wird oder zumindest viel Später und manchmal bekommen Sie dadurch auch nur einen Bruchteil der Informationen.

Es kommt sehr oft vor, dass Verkäufer, Berater, Lieferanten und sogar Kunden aus einer selben Industrie aber miteinander über Ereignisse in ihren Unternehmen diskutieren. Daraus können wichtige Einsichten erlernt werden, wie zum Beispiel, die Niederlassung eines Unternehmens im Ausland, die Schließung einer Fabrik, Restrukturierung einer Abteilung usw.

Wie können Sie diese Informationen erhalten? Sie müssen Ihre Kollegen überzeugen, dass diese Informationen für sie und das Unternehmen sowie für ein Erfolgreiches Benchmarking wichtig ist. Ihre Kollegen sollen Ihn dabei helfen, Informationen die Sie schon gesammelt haben zu ergänzen und somit Ihren Konkurrenten einen Schritt im Voraus zu liegen. Teilen Sie deshalb Ihr Benchmark mit Ihren Kollegen, damit sie auch die Situation besser verstehen und sich am Prozess beteiligt fühlen.

Einer der seltenen Momente, die Sie als Gelegenheit nutzen können, um mit Ihren Konkurrenten in Kontakt zu treten, sind unter anderem während Messen und Konferenzen auf denen Sie beide teilnehmen. Denken Sie daran, in diesen Momenten auch Dokumente und Informationen über Ihre Konkurrenten zu sammeln.

7. Daten vergleichen

Eine Grundregel für die Validierung der Informationen, aber auch für die Analyse: vergleichen Sie die gesammelten Daten miteinander.

Damit werden Sie:

  • Prüfen ob Ihre Daten Zuverlässig sind.

  • Ihre Informationen mit anderen Daten bereichern.

Durch einen Vergleich der Daten, werden Sie Indizien hervorheben und taktische sowie strategische Informationen generieren.

Somit hat zum Beispiel, einer unserer Kunden Einsichten über die Entwicklung eines Produktes einer seiner Konkurrenten gewonnen. Sie haben über tausend Stellenangebote in verschiedenen Ländern verglichen. Durch die Erstellung einer Matrix, haben sie festgestellt, dass Ihre Konkurrenten in Mexiko mehrere Ingenieure einstellen wollen. Das lässt glauben, dass Sie vorhaben, ein neues Produkt dort zu entwickeln und produzieren.

Benchmark der Stellenangebote
Benchmark der Stellenangebote

8. An die Zukunft denken

Nun ist es an der Zeit, an zukünftige Konkurrenten zu denken: Unternehmen, die Ihrer Industrie beitreten oder neugegründete Unternehmen, die plötzlich schnell wachsen. Um die Erscheinung neuer Konkurrenten und potentieller Risiken sowie Gelegenheiten für Partnerschaften oder Akquisitionen zu erkennen, sollten Sie Ihren Markt und Ihre Unternehmensumwelt analysieren.

Natürlich kennen Sie die Namen Ihrer zukünftigen Konkurrenten noch nicht, doch Sie können im Voraus Akteure aus verbundenen Industrien betrachten. Wenn Sie zum Beispiel ein Telefonhersteller sind, könnten Sie die Mobilfunkindustrie, Datenprovider usw. unter die Lupe nehmen. Denken Sie auch an Akteure, die momentan im Ausland tätig sind. Früher oder Später könnten Sie auch Ihren Heimatmarkt beitreten.

In diesem Fall werden Sie mit der Auswahl der Online-Quellen, Themen zur Überwachung aber auch Kriterien von vorne anfangen müssen, damit Sie das Gesamtbild anpassen. Die zusätliche Arbeit ist es wert!

Hoffentlich werden diese acht Ratschläge für einen optimierten Benchmark helfen. Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, werden Sie mit Erfolg Ihr Wettbewerbsumfeld begreifen und übervorteilen.


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